Friday, February 03, 2006

wirr

seit dieser woche bin ich wieder halbwegs in der spur. es gibt viel zu arbeiten und ich komme wenig zum nachdenken. und bis auf dass ich viel schlafe, zu viel vielleicht sogar, und morgens schwer aus dem bett komme läuft es auch ganz gut.
gestern hat er sich in meinen traum gestohlen. ich weiß nichts mehr von dem, was passiert ist, ich weiß nur, dass er da war und ich verstört aufgewacht bin. er ist noch immer präsent und ich weiß, dass ich ihm auch immer wieder gelegenheit dazu gebe. sei es nun durch eintracht frankfurt oder das heutige gerede über äbbelwoi in der redaktion.
ich halte durch und die füße still. weil ich weiß, dass es das beste ist und ich es so wollte. und eigentlich würde ich aber gern reden, schreiben und wissen, was er macht. ob er an mich denkt. ob er traurig ist. wenigstens ein kleines bisschen. ob sich sein bauch beim gedanken an mich vielleicht doch ein wenig zusammenzieht. das würde nichts an den gedanken ändern, aber es würde mein bescheuertes gefühl vielleicht ein wenig abschwächen. doch ich weiß nichts und ich darf auch nicht, wenn ich meine glaubwürdigkeit nicht vollends verlieren will.
statt dessen habe ich nun zeit, mir das wiedersehen zurechtzuschnitzen. was ich machen will, was ich ihm sagen möchte und was ich möchte, das er mir sagt. es wird so nicht passieren, tut es ja nie, aber es ist ein film der in meinem kopf abläuft, bei dem ich immer wieder die szenerie, die dialoge und die handlung ändere. und im endeffekt laufe ich doch imaginär gegen eine mauer, weil alles in einer großen absurdität endet. in einem sachen-packen-und-zusammen-abhauen-ding. oder darin, dass ich plötzlich eine gefühlskalte kuh bin und ihn auslache, weil er mir sagt, dass da doch mehr ist. alles wunschvorstellungen, die sich nicht erfüllen werden. denn wenn wir uns dann verabschieden werde ich wieder traurig sein.
ich lebe in einer parallelwelt, zu der es von dort wo er ist keine regelmäßige verbindung gibt. nie gab und auch nie geben wird. hierher fährt kein auto, kein zug, hierher fliegt auch kein flugzeug. nicht ohne großen aufwand. ich habe mir das nicht ausgesucht, ich bin hierher verfrachtet worden. und jetzt muss ich erstmal bleiben, obwohl es mir nicht passt. ich wurde nicht gefragt, ob ich es hier schön finde, so ganz ohne kontakt zur realwelt. er hat nicht das recht, so etwas zu tun. er hat einfach nicht das recht. aber ich bin auch selbst schuld, wenn ich sowas mit mir machen lasse.

he's a brick and i'm drowning slowly

ich bin weit davon entfernt, wieder okay zu sein.

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